Salomé. Henner und Moreau vor dem Mythos
Am Ende des 19. Jahrhunderts bündelt Salomé Begehren, Gewalt, religiöses Geheimnis und symbolistische Vorstellungskraft. Das Musée Jean-Jacques Henner schlägt vor, diesen Mythos durch zwei sehr unterschiedliche Temperamente zu betrachten. Gustave Moreau macht daraus eine Obsession: Er vervielfacht die Variationen und...
Besuchsbeschreibung
Drei schnelle Lesarten für diese Ausstellung.
Besuchsbeschreibung
Am Ende des 19. Jahrhunderts bündelt Salomé Begehren, Gewalt, religiöses Geheimnis und symbolistische Vorstellungskraft. Das Musée Jean-Jacques Henner schlägt vor, diesen Mythos durch zwei sehr unterschiedliche Temperamente zu betrachten.
Was du sehen kannst
Um zu verstehen, wie zwei Künstler aus demselben Mythos beinahe gegensätzliche Bilder entwickeln. Moreau zieht durch das Übermaß an Details an, Henner durch radikale Reduktion. Der Vergleich eröffnet einen klaren Zugang zur Vorstellungswelt des späten 19.
Praktische Einordnung
18 février 2026 - 22 juin 2026
Überblick
Der direkteste Einstieg in Thema und Kontext der Ausstellung.
Das Henner-Museum stellt zwei Salomé-Bilder gegenüber: Gustave Moreaus wuchernde Obsession und Jean-Jacques Henners reduzierte Figur mit dem Kopf Johannes des Täufers.
Am Ende des 19. Jahrhunderts bündelt Salomé Begehren, Gewalt, religiöses Geheimnis und symbolistische Vorstellungskraft. Das Musée Jean-Jacques Henner schlägt vor, diesen Mythos durch zwei sehr unterschiedliche Temperamente zu betrachten. Gustave Moreau macht daraus eine Obsession: Er vervielfacht die Variationen und treibt das Detail so weit, dass das Bild fast tätowiert wirkt. Ornament, Dekor und Präzision sättigen die Szene, als müsse sich der Mythos im Glanz der Zeichen verlieren. Jean-Jacques Henner wählt dagegen die Konzentration. Seine Salomé hält den Kopf Johannes des Täufers, ohne Dekor und ohne Accessoire, in einem Bild, das auf seine wesentliche Geste zurückgeführt ist. Die Gegenüberstellung macht das Thema sehr lesbar: auf der einen Seite eine wuchernde Vision, in der die Oberfläche fasziniert; auf der anderen eine stille, fast nackte Präsenz. Die Ausstellung zeigt so, wie ein und dieselbe Erzählung zwei entgegengesetzte Sprachen hervorbringen kann. Sie beleuchtet auch die Kraft Salomés in der Kunst des Fin de Sièclé, zwischen Verunsicherung des Blicks, narrativer Spannung und Faszination für gefährliche Frauenfiguren.
Warum hingehen
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Redaktioneller Blick
Um zu verstehen, wie zwei Künstler aus demselben Mythos beinahe gegensätzliche Bilder entwickeln. Moreau zieht durch das Übermaß an Details an, Henner durch radikale Reduktion. Der Vergleich eröffnet einen klaren Zugang zur Vorstellungswelt des späten 19. Jahrhunderts.
["Der Mythos Salomé im Kontext des späten 19. Jahrhunderts. ","Gustave Moreaus obsessive Variationen. ","Henners Salomé mit dem Kopf Johannes des Täufers. ","Ein Gegensatz zwischen gesättigtem Dekor und einem Bild ohne Accessoires. "]
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18 février 2026 - 22 juin 2026
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